Ein praktischer Guide zum richtigen Gebrauch von Gesichtsmasken

Corona ist in vollem Gange. Dies mag zwar mittlerweile etwas aus dem kollektiven Bewusstsein verdrängt worden zu sein, da verschieden weitreichende Lockerungen der bisher bestehenden Corona-Maßnahmen dazu verleiten zu denken, es sei doch schon fast wieder geschafft und vorbei. Das ist jedoch alles andere als richtig. Die Lockerungen, wie sie jetzt bestehen sind nur möglich aufgrund umfassender privater Schutzvorkehrungen. So wird in Kürze in allen Bundesländern das Tragen von Atemschutzmasken in öffentlichen Räumen verpflichtend sein.

Das kommt alles andere als überraschend, und doch sehen sich viele Bürger und Bürgerinnen nun mit der Tatsache konfrontiert, dass sie gar nicht so recht wissen, wie man eine solche Maske denn überhaupt richtig anlegt und trägt. Oder noch einen Schritt zuvor; auf was man beim Kauf überhaupt achten muss. Bevor wir also klären, wie man die Masken korrekt anwendet und was beim Tragen zu beachten ist, wollen wir kurz darauf eingehen, welche Punkte man berücksichtigen muss, bevor man sich im Laden für eine Maske entscheidet.

Verschiedene Masken, verschiedener Schutz

Maske ist nicht gleich Maske. Zwar bieten alle Arten von Atemschutzmasken ein gewisses Maß an Schutz, wer jedoch nicht nur andere vor seinen Keimen, sondern auch sich effektiv vor einer Ansteckung durch andere schützen will, für den macht Oma’s selbstgenähte Maske nur wenig Sinn. Effektiven Schutz vor einer Eigeninfektion bieten aktuell nur die nach den FFP-Industriestandards gefertigten Gesichtsbedeckungen. FFP steht für Face Filtering Piece, die Klassifikation nach -1, -2 und -3 wiederum für die spezifische Leckage, also den Anteil an Partikeln, der es schafft, die Schutzvorrichtung zu überwinden. FFP-2 und -3 bieten mit 5% bzw. 1% Leckage hier den einzig wirksamen Schutz.

Andererseits wäre – wie beim Prinzip der Herdenimmunität – dem Virus allerdings auch mit selbstgenähten Masken beizukommen, denn wenn jeder seine persönliche Keimschleuder bedeckt, bliebe dem Sars-Cov-2-Virus zumindest dieser Übertragungsweg verwehrt. Vorsicht ist jedoch geboten wenn es darum geht sich trotz der Sicherheit, die die Masken bieten, das Händewaschen nicht zu vergessen. Nun jedoch zu der brennenden Frage:

Wie lege ich eine Atemschutzmaske richtig an? 

  1. Waschen Sie sich vor dem Anlegen der Atemschutzmaske gründlich die Hände und desinfizieren Sie sie gegebenenfalls. Eine gründliche Handhygiene ist einer der Grundpfeiler wenn es um die Wirksamkeit von Masken geht. Stellen Sie sicher, dass die Maske frisch bzw. sauber ist bevor Sie sie aufziehen.
  2. Identifizieren Sie die Oberseite der Maske, auf der sich auch der biegsame Rand befindet. Die Außenseite der Maske ist meistens farbig, die weiße Seite ist diejenige, die zum Mund gewandt sein sollte. Außer bei FFP-Masken ist es allerdings nicht wirklich wichtig, welche Seite zum Mund zeigt. Stellen Sie lediglich sicher, dass Sie immer die gleiche Seite verwenden, um ein Verteilen der Keime auf der Oberfläche der Maske zu vermeiden.
  3. Fassen Sie die Maske stets an den Henkeln oder Bändern und vermeiden Sie es, das Hauptteil mit den Händen anzufassen. Passen die Maske an Ihre Mund-Nasen-Partie an und ziehen Sie anschließend die Schlaufen hinter die Ohren. Wenn Ihre Maske gebunden werden muss, so verknoten Sie die oberen Schnüre an ihrem oberen, die unteren Schnüre an Ihrem unteren Hinterkopf. ACHTUNG: Achten Sie immer darauf, dass die Maske an Mund und Nase nicht zu locker sitzt und nicht rutschen kann, da so kein ausreichender Schutz gewährleistet ist.
  4. Beim Abnehmen der Maske verfahren Sie genau in umgekehrter Reihenfolge: Fassen Sie die Maske an ihren Bändern oder Schlaufen, ziehen Sie sie über die Ohren und die Atemschutzmaske vorne über Ihr Gesicht ab. Lassen Sie die Maske gut trocknen oder waschen Sie sie gegebenenfalls. FFP-Gesichtsmasken müssen nicht gewaschen, dafür aber vor dem nächsten Einsatz gut getrocknet werden. Selbstgenähte Masken oder solche, die ein Waschen erlauben können bei mindestens 60° in der Maschine gewaschen, oder 5 Minuten in einem Topf mit Wasser ausgekocht werden. Im Falle von Einwegmasken sollten Sie darauf achten, regelmäßig die Maske zu wechseln und diese fachgerecht zu entsorgen, sprich, wie oben schon erwähnt, diese abziehen ohne die Frontpartie direkt anzufassen.

Jetzt da Sie wissen, wie man korrekt Atemschutzmasken an- und auszieht möchten wir jedoch noch einige Worte darüber verlieren, was es sonst noch wichtiges im Umgang mit den Gesichtsmasken zu beachten gibt.

Wichtige Fakten zum Thema Atemschutzmasken

Das Tragen von Mund-Nase-Masken macht in vielerlei Hinsicht Sinn. Sei es aus Gründen des Eigen- oder des Fremdschutzes; eine Maskenpflicht in öffentlichen Räumen, wo ein Mindestabstand von 1,5 Metern nicht umsetzbar ist, ist richtig und wichtig. Einige, wichtige Aspekte sind jedoch entscheidend für den Erfolg oder Misserfolg der Maskenpflicht. So ist es zum Beispiel unabdingbar, dass nach wie vor eine gründliche Handhygiene betrieben wird. Auch müssen Sie beachten, dass das Tragen einer Atemschutzmaske nicht bedeutet, dass der empfohlene Mindestabstand zu anderen Menschen nicht mehr eingehalten werden muss.

Außerdem sollte man bedenken, dass es gerade aktuell Berufsgruppen gibt, die eine FFP-3 Maske deutlich dringender benötigen als diejenigen, die nur schnell zum Einkaufen in den Supermarkt gehen. Auch alleine im Auto macht es wenig Sinn eine Maske zu tragen, außer Sie gedenken, Ihre Windschutzscheibe vor Ihren Keimen zu bewahren. Trotz aller Hysterie und Ungewissheit – oder gerade da – ist es nun wichtiger denn je, einen kühlen Kopf zu bewahren. Gesunder Menschenverstand schützt mitunter besser als jede Maske, Vernunft ist und bleibt gerade in Zeiten eines fehlenden Impfstoffes die beste Medizin.

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